Die Bibelschule hier in Schladming neigt sich dem Ende zu. Höchste zeit ein paar Anekdoten auszupacken!
Man merkt langsam, dass die Bibelschule zu Ende geht – die Disziplin lässt nach. Anzeichen dafür sind die immer schwieriger werdenden „Lock up‘s“. Wenn wir am Abend durch die Zimmer gehen und kontrollieren ob die Studenten wirklich im Bett sind, ist oft keine Spur von ihnen zu sehen. Natürlich landen sie so nur auf unserer Liste und kassieren einen zusätzlichen „Workday“, unsere sanfte Art ihnen ein bisschen Disziplin beizubringen. Komischerweise sind es immer wieder die selben die wir erwischen, entweder sind sie einfach frecher als andere oder sie lassen sich blöderweise von uns erwischen.
So geschehen bei dem Mädchen, dass um mitternächtlicher Stunde ein Date mit ihren möchtegern Liebsten wollte. Sie klopfte eine halbe Stunde nach Nachtruhe an der Zimmertür der Jungs, um endlich ins romantische Nachtleben abzuhauen. Dummer weise hatte ich mich an genau diesem Abend entschieden mit diesen Jungs einen längeren Schwatz zu haben und war genau noch im Zimmer als das Mädchen eintrat. Ooops.
Oder der Trottel der dachte er könnte im Klo ein Feuerwerk zum besten geben ohne dabei erwischt zu werden. Einfach zum Teeren und Federn so was.
Oder das Tussi, dass sich beim 50m entfernten Pink Konzert reinschleichen wollte. Nachdem es ca. 100 Leute schon geschafft fasste sich unsere Bibelschülerin ans Herz und sprang über den Zaun und wurde natürlich prompt von einem Wachmann beobachtet. Dummerweise begann unsere liebe Studentin wegzulaufen und wurde vom bösen Wachmann verfolgt! Der hechtete in American Football Manier auf die Kleine, brachte sie zum Fall und damit auch gleich ins Spital! Der etwas übergewichtige Securitas landete nämlich bei seinem Stunt auf ihrem Fuss der sich danach ganz komisch verformte. Peinlich!
In den letzen paar Tagen sind sieben verschiedene Tauernhof Studenten im Spital gelandet – ein weiteres Anzeichen, dass die Bibelschule zu Ende geht. Viele sind sich einfach nicht gewohnt auf Schnee zu gehen und fallen um. Einen hat‘s gleich doppelt erwischt: Am Sonntag schlägt er sich die Lippe auf und musste sie mit ein paar Stichen wieder zusammenflicken, dann am Mittwoch beim Fussball reisst er sich das Kreuzband im Knie. Oahh, der Ärmste!
Für uns speziell war auch der „Gingerbread House Contest“. Ziel war es mit einer Schachtel voll Süssigkeiten ein Haus zu bauen. Nach nur 20 Minuten durften wir dann unser Kunstwerk präsentieren. All das ginge ja noch, wenn nicht nach der Bewertung alles innerhalb von 3 Minuten gegessen werden musste. So stürzten sich 70 Studenten auf die sorgsam gebauten Gebäude, die vorher 100 mal von dreckigen Händen berührt worden waren. Mmmmmh! Natürlich wurden die vielen, vielen Resten einfach weggeschmissen. Unglaublich die Amis!
Die oben genannten Erlebnisse stellen natürlich nur einen geringen Teil des wirklich Geschehenen dar. Wir erleben sehr viel ermutigendes mit den Studenten, die allermeisten wollen sich wirklich von Jesus verändern lassen – und er wirkt!
13. Dezember 2007 um 17:40
Das wär doch echt mal ne coole Idee, wenn’s solche Kontrollgänge auch im FWH oder im Brüderhaus gäbe …
Zusätzliche “Workdays” wären ja problemlos zu verwirklichen. Vielleicht würden die Studierenden dann auch kreativer im gegenseitigen Besuchen. Und schliesslich ist ja auch bei uns das Spital nicht allzuweit weg …